Email Marketing und Feedbackorientierung

Der Email-Newsletter ist nach wie vor eine der am weitest verbreiteten und durchaus effizientesten Methoden. Er kann über die eigenen Produkte, Inhalte und Neuigkeiten informieren. Er hilft auf der Bühne des Marktes sichtbar zu bleiben.

Nicht wenige Versender von Email-Marketing-Aktionen wundern sich jedoch über relativ geringe Öffnungsraten und mangelnde Wahrnehmung bei Ihren Adressaten. Oftmals verpufft die mühsam erstellte Ressource. Hier nur vier der vielfältigen Gründe dafür:

  • Die Anzahl der eingehenden Emails bei den Adressaten ist stark zunehmend, und führt zu einer kaum noch zu bewältigen Informationsflut. Nach einer adhoc-Erhebung kann es passieren, dass Fondsselektoren z.B. durchaus 25.000 Newsletter im Jahr erhalten. Das sind fast 70 Emails pro Tag.
  • Viele Newsletter werden aus der Sichtweise des Informationsgebers erstellt. Wenn auf die Belange des Empfängers nicht ausreichend Rücksicht genommen wird, dann erklärt es sich von selbst, warum Öffnungsraten niedrig bleiben.
  • Die Interessen der Informationsnehmer ändern sich im Zeitablauf. Was die Adressaten heute erreicht, war vielleicht gestern oder ist erst morgen interessant.
  • Auf das Feedback der Leser wird kaum oder keine Rücksicht genommen

Der Informationsflut kann durch ein Weniger an Menge und einem Mehr an Qualität der Inhalte begegnet werden. Es ist nicht notwendig möglichst viel zu kommunizieren, sondern besser gezielt und inhaltlich wertvoll zu informieren. Das geht auch in Richtung der Interessenlage der Adressaten. Ein Blick durch die Brille der Informationspräferenzen der Adressaten kann hier entscheidend helfen. Ein Newsletter ist keine Informationskeule mit der man den Adressaten erschlägt, sondern ein wertvoller Informationsanreger, der zu neuen Ideen animiert oder zu einem weiteren Klick einlädt, um ein Thema zu vertiefen.

Die mangelnde Feedbackorientierung ist jedoch m.E. die größte aller Herausforderungen. Natürlich kann ein Autor nur abschätzen, was die Zielgruppe einer Kommunikation zu interessieren vermag. Der Adressat liefert durch die Öffnung einer Email und der Auswahl von Links wertvolle Hinweise darauf was ihn tatsächlich interessiert. Aus dem Verhalten des Lesers lässt sich eine unschätzbare Quelle von Präferenzen ableiten. Man muss die Präferenzen nur messen und in Kommunikationsmodellen verwerten.

Es macht wenig Sinn stoisch die gleiche Grundgesamtheit von Adressaten mit für sie nicht relevanten Informationen im Flächenbombardement,  fast schon gewaltsam zu belästigen. Die Hoffnung durch schiere Flut und Masse etwas erreichen zu können, wird übrigens von den meisten Emailprovidern mit negativen Rankings bis hin zur vollständigen Blockade abgestraft.

Systeme, die auf die Präferenzen der Adressaten reagieren können sind heute bereits möglich.