Offensichtlich führt das Coronavirus neben der potenziellen menschlichen Erkrankung zu einem anderem Sterben und das ohne Infektion. Veranstaltungen mit menschlicher Präsenz, auch langjährig etablierte, werden massiv dahin gerafft. Die Mortalitätsrate von Events steigt exponentiell und weist bereits hohe Spitzenwerte auf. Experten rechnen mit einer weiteren Zunahme.

Persönliche Meetings mit Menschen, die gerade in China, Italien, irgendwo anders oder vielleicht auch nur gefühlt weg waren, werden plötzlich unangenehm. Diese Personen werden als latent riskant und der Kontakt mit ihnen als Bedrohung wahr genommen. Mit einer zunehmenden Anzahl von Infizierten wird dieser Zustand vermutlich weiter zunehmen.

Dabei ist es nur bedingt wichtig, ob die gefühlte Bedrohung der Tatsache entspricht und rational begründet ist, wenn es uns unangenehm und sogar vernünftig erscheint, die Ansammlung, den Kontakt mit anderen zu vermeiden. Prinzipiell ist die Isolation ein guter Weg, um Ansteckungen zu vermeiden.

Daher gehören Präsenz-Veranstaltungen auf den Prüfstand. Die nicht wirklich notwendigen sollten abgesagt werden. Diese sollten, sofern machbar, virtuell durchgeführt werden. Viele international tätige Unternehmen zeigen uns, dass es mit Webinar, Video-Konferenz und Streaming auch geht. Warum auch nicht? Das Internet überträgt keine Viren. Nicht ganz, zumindest keine, die die menschliche Gesundheit akut bedrohen. Für die anderen gibt es Virenscanner.

Virtuelle Meetings, z. B. Webinare,  Streaming und Co. bieten Vorteile:

  • Keine erhöhte Ansteckungsgefahr! Weniger Ängste.
  • Ein Wechsel von Präsenz auf virtuelle Veranstaltung ist aktuell angemessen.
  • Eine virtuelle Veranstaltung kann als innovative Reaktion oder genutzte Chance empfunden werden.
  • Die Inhalte bleiben über das Ereignis hinaus erhalten und das birgt zusätzliches Potenzial.
  • Der Marketing-Automatisierung und Social-Media-Kommunikation sind ja bekanntlich kaum Grenzen gesetzt.
  • DSGVO und Compliance können positive Treiber bei der Organisation der virtuellen Events sein.

Natürlich gibt es auch Herausforderungen:

  • Die technische Organisation ist eine andere aber durchaus lösbar.
  • Das “Old-School”-Verständnis von Präsenz-Veranstaltern und auch Besuchern gegenüber Virtuellem ist manchmal wenig innovativ, dafür aber durchaus robust. Aufgeschlossenheit und Geduld hilft hier.
  • Die Compliance-Abteilung kann, sofern nicht darauf vorbereitet und auf der Höhe der Zeit, zu einer großen Herausforderung werden. Hier hilft Transparenz und nochmal Transparenz.
  • Nicht jede Veranstaltung eignet sich für ein virtuelles Format. Viele Events hingegen bieten sich geradezu dafür an.
  • Natürlich fehlt der persönliche Netzwerkeffekt, den eine Präsenz-Veranstaltung einfach hat. Hier wird gerade an Apps und Funktionen entwickelt. Ich sehe die persönliche zwischenmenschliche Beziehung aber durch nichts ersetzt.

Richtig vorbereitet und durchgeführt, bieten Ihnen virtuelle Veranstaltungen eine Menge Potenzial und zeigen, dass Sie angemessen auf die reale Bedrohung des temporären Artensterbens der Präsenz-Veranstaltung reagieren. Das Wichtigste ist doch, dass Ihre Botschaften dennoch gut verpackt an Ihre Nutzer transportiert werden und Wirkung entfalten können. Wir teilen unsere Erfahrungen gerne!

Und bitte nicht vergessen: Der Mensch ist ein soziales Wesen und persönlicher Kontakt tut einfach gut und ist wichtig!


Photo by Studio Republic on Unsplash

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